Vor einiger Zeit, als das Internet noch ein feuchter Traum irgendwelcher IT-Fuzzies war und die verfügbaren Musikprogramme alá MagixMusicMaker noch im Textmodus liefen, kamen vier Jungs auf den Gedanken, die Musikwelt zu revolutionieren.
Sie hatten keine Ahnung von Noten und konnten eigentlich nichts, ausser ein wenig auf Gitarren die Saiten zupfen. Doch der Traum von willigen Groupies, kostenlosen Drogen und grenzenlosem Reichtum schweisste die vier zusammen. Bevor allerdings die Hitparaden gestürmt werden konnten, musste erstmal ein einprägsamer Name gefunden werden. Nach kläglichen Vorschlägen wie “Voll druff”, “Ständig breit” und “Am Rande des Wahnsinns” einigten sie sich schließlich auf “Stadtrand”.
Nun konnte es losgehen. Das einfache Nachspielen bzw. die Neuinterpretation von allseits bekannten Musikstücken war den angehenden Sternen am Pophimmel viel zu langweilig und so mussten notgedrungen selbst Titel geschrieben werden, die dann mit einem Kasettenrekorder und einem gruselig schlechten Mikrofon auf eine Magnetspur gebannt wurden. Das bemerkenswerte dabei war, dass in Ermangelung irgendwelcher Möglichkeiten zur Nachbearbeitung, quasi alles “Live” aufgezeichnet wurde. Traf also jemand nicht den Ton oder verspielte sich, so hiess das: Alles nochmal.
Wie so oft waren auch die Jungs von “Stadtrand” ihrer Zeit weit voraus. Ein Jahrzent später kopierten Bands wie “Ganz schön Feist”, “Gautsch” oder “Der Junge mit der Gitarre” die von Stadtrand geschaffene Stilrichtung hemmungslos und kassierten all den Ruhm, der eigentlich den “Godfathers of german lyrics” wie Stadtrand auch genannt wurde, zugestanden hätte.
Leider sind aus dieser Zeit nur wenige Stücke erhalten geblieben, doch der grösste Hit der Band hat es nun endlich geschafft, digitalisiert zu werden, um seinen Weg in die Weiten des Internets anzutreten. Kritiker bezeichnen diesen Titel als “pubertär und unreif”, doch wir würden ihn eher mit “die schonungslose Wahrheit” beschreiben.
Aber genug geredet. Vorhang auf für die digitale Weltpremiere von Stadtrand mit ihrem ohrwurmelnden Gassenhauer
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*eignetsichübrigendsauchherrvorragendalsklingelton
NANÜNANANA: die oben beschriebene Band sowie der Titel haben übrigends ÜBERHAUPT NIX mit denen hier zu tun “Stadtrand“. Die zufällige Namensgleichheit zeigt nur, wie weit die o.g. Band ihrer Zeit voraus war