Der Wahnsinnsroman zur Aschewolke.
“Sehen Sie es denn nicht ? – Die Anzeichen sind doch ganz deutlich! Wir brauchen Vorräte Herr Doktor ! JETZT ! Achwas, am besten gestern, denn morgen kann es schon zu spät sein.”. Hartmut war ausser sich und bewegte sich konzentrisch um die tote Fliege auf der Erde herum, während er mit der Hand über seine Backe strich. Dann blieb er plötzlich stehen, streckte seine Hände flach in Richtung der Fliege aus. “Heute die Fliegen, morgen die Vögel und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis die ersten Menschen Hunger leiden ! Wir müssen Salat anbauen, und Rinder züchten und Schweine mästen bevor der schwarze Rauch die Insel verlässt. Sonst sind wir alle verloren !”
Doktor Hans Ecker betrachtete mit übereinandergeschlagenen Beinen den lamentierenden Hartmut und notierte dann mit einem Bleistift etwas auf den Block der auf seinem Bein lag.”Und.. wo soll diese ominöse Wolke aus alles vernichtender Lavaasche deiner Meinung nach herkommen ?”, fragte er Hartmut. Hartmut starrte den Doktor entgeistert an. “Aus einem Vulkan natürlich, oder einem Meteoriteneinschlag. Das ist doch völlig egal. Der Himmel wird verdunkelt werden und dann wird der Flugverkehr zusammenbrechen und das wird die Welt ins Chaos…” – “Ganz ruhig Hartmut”, unterbrach ihn der Doktor. “So ein bischen Asche wird doch einem Flugzeug nichts anhaben und..”.
“WAAAAAAAAAAH”, schrie Hartmut.. “Sie haben ja keine Ahnung ! Die vermalledeite tektonische Plattenverschiebung ist eine bösartige Urgewalt.. Durchtrieben bis aufs Äusserste ! Sie will uns alle vernichten !” Der Doktor schüttelte den Kopf während Hartmut ausser sich auf den Tisch kletterte und verunsichert um sich schaute. “Da, DA, DAAAAAAAAAA.. es geht schon los, es hat schon begonnen.”, schrie Hartmut und deutete dabei mit dem Finger auf einen unschuldig durch die Luft schwebenden Fussel. “Schnell! pflanzen sie Salat Herr Doktor und lassen sie uns Wasservorräte anlegen ich will nicht mein eigenes Urin…”
Der Doktor stand seufzend auf, trat an Hartmut heran und gab ihm eine kräftige Ohrfeige. “Katholische Erziehungstherapie”, sagte er, ging dann kopfschüttelnd und leise “Ich muss den Dr. Mixa nochmal anrufen, irgendwas scheint noch zu fehlen” murmelnd aus dem Raum, während Hartmut sich kurz über den roten Abdruck auf seiner Backe rieb, sich eine Locke aus dem Gesicht strich und dann versuchte den Fussel mit aufgeblähten Backen in eine andere Richtung zu pusten.
Irgendwo in Island öffnete sich derweil mit einem leisen Knacken ein Riss in der Erde.
Geschrieben in Fun | No Comments »



