Das vonmiraus des Tages
Mit Grippe beim Arzt… 12 Patienten vor mir wurden in 40 Minuten abgefertigt behandelt, krankgeschrieben bis Freitag!
vonmiraus…
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Ständig wechselnde Bettgenossinnen hinterlassen selbst bei einem Mann Gefühle von existentieller Leere
Mit Grippe beim Arzt… 12 Patienten vor mir wurden in 40 Minuten abgefertigt behandelt, krankgeschrieben bis Freitag!
vonmiraus…
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ich muss ja Gott sei Dank nicht oft zum Arzt. Gestern war es allerdings mal wieder so weit! Nehmen wir an, ich hätte eine Mittelohrentzündung. Was macht der brave Bürger, er geht zu seinem Hausarzt und lässt sich für läppische 10 Eurodollar einen Ablassbrief Überweisung zum Facharzt geben. Auch noch kein Problem, so dass man auch schon eine knappe Woche später ein Termin beim HNO bekommt. Super, bis dahin bin ich vielleicht noch nicht ganz tod, so das die Wiederbelebungschancen mal gar nicht soo schlecht stehen. Prima!.
Nach schmalen 30 Minuten Wartezeit ist man dann auch schon an der Reihe und wird vom Arzt mit einem knappen “Hallo” begrüsst. Darauf folgt, noch im Gehen ins Wartezimmer, eine erste Analyse:
Arzt: “Was hammse denn?”.
Patient: “Schmerzen im Ohr, vielleicht ne Mittelohrentzündung?”
Arzt: “Alles klar, da kömmer was mit Antibiotika machen!”
Verdutzter Patient: “Ähhh, könnte man das vielleicht erst noch feststellen bevor ich mich hier wilden Drogenorgien mit irgendwelchen Präparaten hingebe?”
Arzt: “Wie? Achso, naja geht natürlich auch…”
Schneller als ich “Gesundheitsreform” sagen, kann hechtet der Arzt mit seinem ‘InsOhrGuckDingens’ über den Schreibtisch und bevor ich überhaupt wahrnehmen kann, dass der Arzt damit versucht auch gleich noch meine Hornhautkrümmung von innen zu behandeln (gefühlt..), steht er wie David Copperfield, Millisekunden später schon wieder am Waschbecken und wäscht sich die Hände. Während er mir noch den Rücken zudreht, bekomme ich schon eine erste Diagnose: “Ja, da machen wir was mit Antibiotika”. “Ähhh wie jetzt ja? also doch Mittelohrenzündung?” Scheinbar bin ich an die Koryphäe unter den Medizinern geraten, die schon an der Farbe des Kassenkärtchens erkennt, was mir fehlt. Ich freu mich und werde beim Hinausgehen noch schnell über die nicht vorhandenen Gefahren einer solchen Entzündung aufgeklärt und das alles halb so schlimm sei. Ich bin beruhigt…
Während ich mich noch von der nicht mal ganz so hübschen Arzthelferin verabschiede und mir einen Folgetermin geben lasse (Wozu eigentlich, ich bin doch bestens versorgt?) höre ich, mit dem noch halb funktionierenden Ohr, den Arzt händeschüttelnd zum nächsten Patienten sagen: “Hallo Herr Riemenschneider, na wie geht es Ihnen denn an diesem wunderschönen Tag?… Fräulein Lohmeier, bringen Sie Herrn Riemenschneider doch bitte schnell noch einen Kaffee… wie immer mit Milch und Zucker!”
Sein Kärtchen hatte wohl die richtige Farbe… naja, bleibt immer noch die Hoffnung das die Pillen wenigstens hübsche bunte Bilder zaubern
AHHHHHRRGGHHHHHHLHLLLLLLL
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07:30 – Die tausend nackten Frauen hören auf, mich mit kleinen, grünen Gurken zu bewerfen und an deren Stelle tritt irgendein verschmalzter Dudeldijö-Sänger der mir seinen ach so tollen Song ins Ohr plärrt. Ich verscheuche den Ohrenfolterer mit einem Schlag auf den Radiowecker und hoffe das die nackten Frauen nochmal für 10min auftauchen.
Doch stattdessen spüre ich ein unangenehmes Jucken an der unteren Innenseite meiner Schenkel. Ich kratze mich etwas verschlafen, doch das Jucken wird hartnäckiger. Im morgentlichen Halbschlaf lege ich meinen Finger auf die juckende Stelle und denke mir nur ein bescheidenes “Och nö!”. An 10min mehr Schlaf ist nicht mehr zu denken. Ich mache das Licht an, setze mich auf und versuche mit Kamasutra würdigen Verrenkungen einen Blick auf die Ursache des Juckreizes zu werfen.
Ganz nebenbei stelle ich dabei fest, dass ich mir mit 33 Jahren immer noch nicht selber einen blasen kann. Diese Tatsache verdrängend, entdecke ich das Unheil !
Die blutsaugende Geisel der Natur !!! Die Antwort der Insekten auf Gartenarbeit !!! Eine ZECKENSAU !!!!
Ich kämpfe mich also ins Bad, packe eine Pinzette und versuche abermals mit Yogakamasutrasperrmichineinekiste Übungen eine halbwegs vernünftige Position zu bekommen, um dem Hautbohr Satan den Garaus zu machen. Doch. Keine Chance. “Naja, sie hätte mir auch in den Hintern kriechen können”, denke ich mir und schlurfe zur Kaffeemaschine, packe mein Telefon und rufe meinen Hausarzt an. “Hülfe, Hülfe ich habe eine Zecke an einer verwerflichen Stelle, wann kann ich vorbeikommen ?”.
2 Tassen Kaffee und eine Dusche später, sitze ich im Auto und fahre 30km in die entgegengesetze Richtung meiner Arbeitsstätte. Dort angekommen, setze ich mich breitbeinig, mit heruntergelassenen Hosen, vor den Onkel Doc und hoffe, dass es keine versteckten Kameras im Behandlungsraum gibt. Nachdem er die Zecke mit einem Skalpell, 5 Anästhesisten und 10 OPSchwestern entfernt hat, steige ich abermals in mein Auto, um mir nun die bescheidenen 60km morgendliche RushHour anzutun, die ich immerhin in fast 50min bewältige.
*mischtmalzementanumalleswasnachnaturaussiehtzuzubetonieren.
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