Rechtliches Hickhack..
Ich frage mich doch ernsthaft warum ich nicht Jurist geworden bin. Dann wären manche Dinge im Leben viel, viel einfacher. Folgender Sachverhalt hat mir nämlich heute mal wieder die Notwendigkeit eines solchen Fachwissens deutlich gemacht.
Ich gehöre nämlich zu den glücklichen Besitzern eines Firmenwagens. Die Besonderheit an der Geschichte ist, dass dieser Firmenwagen über einen großen deutschen Autovermieter von meiner Firma gemietet wird. Als Fahrer stehe nur ich in dem für 1 Monat gültigen Vertrag.
Heute nun kam mein Chef an und verlangte den Schlüssel, damit ein anderer Mitarbeiter mit dem Firmenwagen etwas ausliefern konnte. Nicht ohne meinen Mißmut kundzutun händigte ich dem anderen Mitarbeiter den Schlüssel aus, der dann die Erledigungen machte und das Auto zurückbrachte.
Das Problem an der Sache ist aber nun, dass laut Vertrag zwar der Mieter (also meine Firma) des Autos im Schadensfall haftet, wir aber eine Vollkasko mit 500€ Selbstbeteiligung haben. Hätte also der unberechtigte Fahrer jetzt zum Beispiel so einen Granatenstein in die Windschutzscheibe bekommen, hätte mein Chef mich dazu verdonnern können, diesen zu Bezahlen und ich hätte das Problem gehabt, nachzuweisen, dass der Steinschlag nicht von mir war. Und vor allem… Kann ich rechtlich gesehen, jedesmal ein Übergabeprotokoll verlangen wenn ich den schlüssel in so einem Fall meinem Chef gebe ? Und ist das überhaupt Sinn und Zweck des ganzen ?
Da gibts quasi mal freundlich ausgedrückt “Definitionslücken” und die Frage ist doch, ob man überhaupt in einer Firma bleiben will bei der man sich über sowas Gedanken machen muss.
*jammertgerneaufhohemniveau
P.S. : und warum muss man bei callcentern eigentlich immer erst sauer werden bis jemand einem hilft und man nicht einfach an den nächsten freien Mitarbeiter durchgestellt wird.
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