Ständig wechselnde Bettgenossinnen hinterlassen selbst bei einem Mann Gefühle von existentieller Leere

vonmiraus gepoppt.

16.November 2008 von nils

Vor einiger Zeit, als das Internet noch ein feuchter Traum irgendwelcher IT-Fuzzies war und die verfügbaren Musikprogramme alá MagixMusicMaker noch im Textmodus liefen, kamen vier Jungs auf den Gedanken, die Musikwelt zu revolutionieren.

Sie hatten keine Ahnung von Noten und konnten eigentlich nichts, ausser ein wenig auf Gitarren die Saiten zupfen. Doch der Traum von willigen Groupies, kostenlosen Drogen und grenzenlosem Reichtum schweisste die vier zusammen. Bevor allerdings die Hitparaden gestürmt werden konnten, musste erstmal ein einprägsamer Name gefunden werden. Nach kläglichen Vorschlägen wie “Voll druff”, “Ständig breit” und “Am Rande des Wahnsinns” einigten sie sich schließlich auf “Stadtrand”.

Nun konnte es losgehen. Das einfache Nachspielen bzw. die Neuinterpretation von allseits bekannten Musikstücken war den angehenden Sternen am Pophimmel viel zu langweilig und so mussten notgedrungen selbst Titel geschrieben werden, die dann mit einem Kasettenrekorder und einem gruselig schlechten Mikrofon auf eine Magnetspur gebannt wurden. Das bemerkenswerte dabei war, dass in Ermangelung irgendwelcher Möglichkeiten zur Nachbearbeitung, quasi alles “Live” aufgezeichnet wurde. Traf also jemand nicht den Ton oder verspielte sich, so hiess das: Alles nochmal.

Wie so oft waren auch die Jungs von “Stadtrand” ihrer Zeit weit voraus. Ein Jahrzent später kopierten Bands wie “Ganz schön Feist”, “Gautsch” oder “Der Junge mit der Gitarre” die von Stadtrand geschaffene Stilrichtung hemmungslos und kassierten all den Ruhm, der eigentlich den “Godfathers of german lyrics” wie Stadtrand auch genannt wurde, zugestanden hätte.

Leider sind aus dieser Zeit nur wenige Stücke erhalten geblieben, doch der grösste Hit der Band hat es nun endlich geschafft, digitalisiert zu werden, um seinen Weg in die Weiten des Internets anzutreten. Kritiker bezeichnen diesen Titel als “pubertär und unreif”, doch wir würden ihn eher mit “die schonungslose Wahrheit” beschreiben.

Aber genug geredet. Vorhang auf für die digitale Weltpremiere von Stadtrand mit ihrem ohrwurmelnden Gassenhauer

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*eignetsichübrigendsauchherrvorragendalsklingelton

NANÜNANANA: die oben beschriebene Band sowie der Titel haben übrigends ÜBERHAUPT NIX mit denen hier zu tun “Stadtrand“. Die zufällige Namensgleichheit zeigt nur, wie weit die o.g. Band ihrer Zeit voraus war ;-)

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Angelika Express… kreative Alternative?

16.Oktober 2008 von marco

Vor kurzem bin ich über einige Blogs auf Angelika Express gestossen. Mittlerweile ein Soloprojekt von Robert Drakogiannakis macht Angelika Express eine gefühlte Mischung zwischen Heldenkettcartomtestiller. Popsongs mit röhrendem Schlagzeug und schrammeliger Gitarre, soweit noch keine Inovation. Für das neue Album wurde jedoch kein Plattenlabel an Land gezogen sondern das Ganze wird finanziert duch die ‘Angelika-Aktie’.

Jeder der sich früh genug registrierte, konnte Anteile erwerben aus denen sich das komplette Projekt finanziert, unabhängig von der raffgierigen Musikindustrie. Eine super Sache wie ich finde, sollte dies Schule machen, kann sich die Musikindustrie schon mal warm anziehen. Ob das ganze ein Erfolg wird, wird sich aber noch zeigen müssen. Ich habe jedenfalls eine ‘Aktie’ zu 50 Euro erworben auch wenn Angelika Express nicht unbedingt zu 100% meinem Geschmack entspricht, finde ich die Idee einfach klasse. Solche neuen Ansätze unterstütze ich gerne. Das Albumrelease ist jedenfalls für Dezember geplant und bisher scheint die Aktion auf massig Resonanz zu stossen. Ob man dabei einen ‘Gewinn’ erwarten kann, ist mir eigentlich Schnuppe.

Jendefalls scheint mir meine Kohle dort im Moment besser aufgehoben zu sein als auf der Bank ;)

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Berlusconi und die Liebe.

26.August 2008 von nils

So.. Aus und vorbei. Medienhonk und zufälligerweise auch Ministerpräsident von Italien, Sivlio Berlusconi hats erwischt. Er will eine CD mit Liebesliedern aufnehmen. Arrrrggll.. ein Staatspräsident der von der Liebe singt. Naja, die gute Frau Sarkozy Bruni hats ja vorgemacht und eine ganze CD lang von ihren sexuellen Eskapaden geflötet.

Aber jetzt auch noch der Silvio ?. Was in aller Welt muss einen Staatspräsidenten reiten, bzw. wer muss einen Staatspräsidenten reiten, damit der auf so eine Idee kommt. Berlusconi war ja schon immer für lustige Einfälle berüchtigt berühmt, aber dass geht dann doch ein bischen zu weit, wie ich finde. Was kommt wohl als nächstes ? Angie “the canceler” Merkel singt im Duett mit Kurt “the bavarian” Beckstein: “Schön ist es auf der Welt zu sein ?”. Brutalstmöglicher Gittarrenschraddler Ronnie “i will rule. maybe!” Koch haut uns “Witzischkeit kennt keine Grenzen” um die Ohren ?

Wahrscheinlich handelt es sich um einen perfiden Plan, der Raubkopierer taub machen soll. MP3 gesaugt, angehört und -Zack- das wars dann. Die Reste des Trommelfells baumeln in Fetzen in der Ohrmuschel und der auf der linken Maustaste zuckende Finger ist für immer errstarrt. Ganz zu schweigen vom Schaum vorm Maul.

Bleibt nur zu hoffen, dass Silvios CD in Italien bleibt und unser Politikandenstadel nicht auf dieselbe Idee kommt.

*kauftsichschonmalohropaxundschafftsicheinenvorhöreran

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